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Unser Domizil - die Kerschdekipperhalle.
Dieses Gebäude, am unteren Ortsrand Unteröwisheims gelegen, wurde lange Jahre als Dreschhalle genutzt. Die Bauern tranportierten mit ihren "Fuhrwerken" die Kornähren,  die früher noch mit der Sense gemäht werden mussten, zur damaligen Dreschhalle, wo sie mit der Dreschmaschine gedroschen wurden.
Anschließend waren Körner und Stroh voneinander getrennt, das Korn wurde in der Mühle zu Mehl, das zum backen diente, verarbeitet, das Stroh diente als Einstreu für´s Vieh.
Als die Mähdrescher die Felder eroberten, war die Zeit der Dreschmaschinen und Dreschhallen vorüber und die Dreschhalle wurde nun von der Obstbaugenossenschaft und von der Winzergenossenschaft gemeinsam für ihre Zwecke genutzt. Zwischenzeitlich wurden auch damals schon immer wieder Vereinsfeste zwischen der Obstsortieranlage, den Weinpressen und Weintanks gefeiert.
Mit der Fusion der örtlichen Winzergenossenschaft mit der Winzergenossenschaft aus Zeutern endete auch diese Ära, und die Kerschdekipper erwarben im Jahr 2007 das Gebäude von der Gemeinde.
Vieles war zu tun, was den Kerschdekippern ihren ganzen Arbeitseifer abverlangte. Das Hallendach musste erneuert werden, eine Toilettenanlage wurde eingebaut, ein Küchen- und Lagerbereich wurde geschaffen und ein neuer Boden, der die Kerschdkipperhalle barrierefrei machte, so dass sich auch Mitbürger mit Handicap in dem Gebäude, das von seinen neuen Besitzern inzwischen in "Kerschdekipperhalle" umbenannt worden war, ohne fremde Hilfe zurechtfinden.
Inzwischen wird die Kerschdekipperhalle nicht nur von den Kerschdekippern genutzt, auch andere Unteröwisheimer Vereine veranstalten gerne ihre Feste dort und aus der alten Dreschhalle ist wieder eine Begegnungsstätte mit Tradition für unsere Mitbürger geworden.
Natürlich gibt es noch einiges zu tun, bevor die Kerschdekipper die Hände in den Schoß legen können, aber mit der Unterstützung der Vereinsmitglieder wird so manches möglich sein, wie es die jüngste Vergangenheit ja bewiesen hat.